INTEGRATION – Osho-Zen Tarot

INTEGRATION

INTEGRATION
Große Arkane

Das Bild der Integration ist die Unio Mystica, die Vereinigung der Gegensätze. Nun kommen für dich Dinge zusammen, die du früher als Dualität empfunden hast.

Die Nacht wird nicht mehr als Gegensatz zum Tag gesehen, das Dunkel verdrängt nicht das Licht, sie arbeiten zusammen, bilden eine Ganzheit, lösen einander ohne Ende ab, wobei alles im tiefsten Kern den Samen seines Gegenteils enthält.

 

Der Adler und der Schwan sind beides stolze und majestätische Vögel. Der Adler verkörpert Kraft und Alleinsein. Der Schwan steht für Raum und Reinheit, gleitet sanft über das Element der Gefühle hinweg und kann doch in sie eintauchen, vollkommen zufrieden in seiner Perfektion und Schönheit.
Wir sind die Vereinigung von Adler und Schwan, von Mann und Frau, von Feuer und Wasser, Leben und Tod.

 

Der Konflikt liegt im Menschen selbst

Wenn er ihn dort nicht lösen kann, wird er ihn nirgendwo lösen können. In dir wird Politik gemacht, zwischen zwei Teilen deines Geistes. Es gibt eine schmale Brücke. Wenn diese Brücke durch ein Unglück, durch einen physiologischen Defekt oder aus einem anderen Grund zerstört wird, spaltet sich die Persönlichkeit. Aus einer Person werden zwei, und es kommt zu Schizophrenie oder Persönlichkeitsspaltung.

 

Wenn die Brücke bricht – und sie ist sehr zerbrechlich, dann wirst du zwei und verhältst dich wie zwei Personen.
Am Morgen bist du liebevoll und schön, am Abend bist du wütend und völlig anders.
Du erinnerst dich nicht an den Morgen und wie du warst. Ein anderer Geist war am Werk, und du bist zwei Personen. Wird die Brücke aber so verstärkt, dass die beiden Geister als zwei verschwinden und eins werden, kommt es zur Integration, zur Kristallisation.

Osho-Zen

 

Was George Gurdjieff „die Kristallisation des Seins“ nannte, ist nichts anderes als zwei Geister, die eins werden. Das Treffen der inneren Frau mit dem inneren Mann, das Treffen von Yin und Yang, von Rechts und Links, das Treffen von Logik und Unlogik, das Treffen von Plato und Aristoteles.
George Gurdjieff – „Auf der Suche nach dem Wunderbaren

1 Kommentare

  1. ASTRONJAsays:

    *Georges I. Gurdjieff vermutlich 1866 in Alexandropol geboren; gestorben am 29. Oktober 1949 in Paris) war ein griechisch-armenischer Esoteriker, Schriftsteller, Choreograph und Komponist, der zunächst in Russland und später in Frankreich wirkte. Bekannt wurde er als Lehrer des sog. Vierten Weges und Begründer einer weltweiten und verzweigten Anhängerschaft. Gurdjieff hat wie sein Zeitgenosse Rudolf Steiner (1861-1925) einen eigenen Weg begründet. Durch die Veröffentlichung seiner Lehre von seinem Schüler P. D. Ouspensky „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ wird dieser Weg als der „Vierte Weg“ bezeichnet, weil er bildhaft gesprochen, die Wege des Fakirs (Körper, Karma-Yoga), des Mönches (Seele, Bhakti-Yoga) und des Yogi (Geist, Raja-Yoga) vereint.

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